NACHSCHLAGEWERK

IT-Glossar

Wichtige Begriffe rund um Windows, Netzwerk, Sicherheit und Hardware – kurz und verständlich erklärt.

279 Einträge · zuletzt aktualisiert: 26.08.2026

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.NET Framework / .NET Runtime
Laufzeitumgebung von Microsoft, die viele Windows-Programme benötigen, um zu starten. Fehlt die passende Version, erscheint oft eine Fehlermeldung direkt beim App-Start.

3

3DMark
Eine Benchmark-Software, die vor allem die Grafikleistung eines PCs testet. Beliebt bei Gamern zum Vergleich verschiedener Grafikkarten.

6

64-Bit / 32-Bit
Bezeichnung für die Architektur eines Prozessors und Betriebssystems. 64-Bit-Systeme können deutlich mehr RAM ansprechen und sind heute Standard. Windows 11 gibt es ausschließlich als 64-Bit-Version. Ältere 32-Bit-Programme laufen auf 64-Bit-Windows in der Regel trotzdem.

A

AGI (Artificial General Intelligence)
Hypothetische KI, die menschliches Denkvermögen über alle Bereiche hinweg erreicht oder übertrifft, statt wie heutige Modelle auf bestimmte Aufgaben spezialisiert zu sein. Aktuell existiert AGI nicht, der Begriff dient vor allem zur Abgrenzung von den heutigen, spezialisierten KI-Systemen.
API (Application Programming Interface)
Eine definierte Schnittstelle, über die Programme miteinander kommunizieren oder auf Systemfunktionen zugreifen. Windows stellt zahlreiche APIs bereit, auf die Anwendungen aufbauen. Werden solche Abhängigkeiten durch Eingriffe ins System entfernt, können Programme unerwartet nicht mehr funktionieren.
Abgesicherter Modus (Safe Mode)
Ein Diagnose-Startmodus, in dem Windows nur mit den nötigsten Treibern und ohne Autostart-Programme hochfährt. Hilfreich, um Probleme einzugrenzen, die durch Treiber oder Software verursacht werden.
Adware
Software, die unerwünschte Werbung einblendet oder Browsereinstellungen ändert. Oft zusammen mit Freeware installiert, meist ohne klare Zustimmung des Nutzers.
Antivirus / Virenschutz
Software, die Schadprogramme anhand bekannter Muster (Signaturen) oder verdächtigen Verhaltens erkennt und blockiert oder entfernt.
Auslagerungsdatei (Pagefile)
Eine Datei auf der Festplatte, die Windows als Erweiterung des RAMs nutzt, wenn der physische Arbeitsspeicher voll ist. Langsamer als echter RAM, verhindert aber Abstürze bei Speichermangel.
Autoruns
Ein kostenloses Tool von Microsoft Sysinternals, das alle Startmechanismen von Windows gebündelt anzeigt – nicht nur den normalen Autostart, sondern auch die Aufgabenplanung, Dienste, Treiber und weitere Autostart-Orte auf einen Blick.
Autostart
Programme, die automatisch starten, sobald du dich bei Windows anmeldest. Zu viele Autostart-Einträge sind einer der häufigsten Gründe für einen langsamen Systemstart.

B

BASIC
Eine der ältesten und einfachsten höheren Programmiersprachen, ursprünglich für Einsteiger entwickelt. Moderne Ableger wie Visual Basic .NET werden teils noch in Windows-Umgebungen genutzt.
BIOS / UEFI
Die Firmware auf deinem Mainboard, die startet, bevor Windows überhaupt geladen wird. UEFI ist der moderne Nachfolger des klassischen BIOS – schneller und Voraussetzung für Secure Boot.
BITS (Background Intelligent Transfer Service)
Ein Windows-Dienst, der Downloads – etwa für Windows Update – im Hintergrund und mit geringer Priorität überträgt, ohne die restliche Internetverbindung spürbar zu bremsen. Läuft der Dienst nicht, können Updates hängen bleiben oder fehlschlagen.
Backup
Eine separate Kopie deiner Daten, die im Ernstfall (Defekt, Diebstahl, Ransomware) eine Wiederherstellung ermöglicht. Faustregel: mindestens eine Kopie an einem anderen Ort als das Original.
Bandbreite
Die maximale Datenmenge, die in einer bestimmten Zeit über eine Verbindung übertragen werden kann, meist in Mbit/s angegeben. Mehr Bandbreite heißt nicht automatisch weniger Verzögerung.
Batch-Datei
Eine Textdatei mit der Endung .bat oder .cmd, die eine Folge von Windows-Befehlen enthält und diese beim Doppelklick automatisch nacheinander ausführt. Ideal für sich wiederholende Aufgaben oder kleine Hilfsskripte. Komplexere Automatisierungen werden heute meist mit PowerShell umgesetzt.
Benchmark
Ein standardisierter Test, der die Leistung von Hardware oder Software messbar macht und mit anderen Systemen vergleichbar macht. Bekannte Tools: CineBench, 3DMark.
Benutzerkonto / Administrator
Ein Administrator-Konto darf Systemeinstellungen ändern und Software installieren, ein Standardbenutzer-Konto nicht. Im Alltag solltest du mit einem Standardkonto arbeiten und nur bei Bedarf erhöhte Rechte nutzen.
Bit / Byte
Die kleinste Informationseinheit (Bit, 0 oder 1) und die nächstgrößere Einheit (Byte = 8 Bit). Dateigrößen werden in Byte-Vielfachen angegeben (KB, MB, GB, TB).
BitLocker
Die in Windows integrierte Festplattenverschlüsselung. Schützt den Inhalt eines Laufwerks vor unbefugtem Zugriff, wenn das Gerät verloren geht oder gestohlen wird.
Block (SSD)
Mehrere Pages zusammen, meist mehrere hundert KB bis einige Megabyte groß. Eine SSD kann einzelne Pages beschreiben, aber immer nur einen kompletten Block auf einmal löschen – die Ursache für den internen Verwaltungsaufwand beim Schreiben.
Bluescreen (BSOD)
Ein kritischer Systemabsturz unter Windows, bei dem der Bildschirm blau wird und ein Fehlercode angezeigt wird. Tritt auf, wenn ein schwerwiegender Fehler – meist durch Treiber, fehlerhafte Hardware oder beschädigte Systemdateien – das System zum Stopp zwingt. Der angezeigte Fehlercode hilft bei der Ursachensuche.
Bluetooth
Funktechnik für Verbindungen über kurze Distanzen, z. B. zu Kopfhörern, Tastaturen oder Mäusen – anders als WLAN nicht für die Internetanbindung gedacht.
Bootloader
Das erste Programm, das nach der UEFI-Firmware startet und das Betriebssystem lädt. Bei Windows ist das der Windows Boot Manager. Secure Boot prüft beim Start, ob der Bootloader digital signiert und vertrauenswürdig ist – so wird verhindert, dass manipulierte oder schädliche Software vor Windows startet.
Botnet
Ein Verbund gekaperter Computer, die ohne Wissen ihrer Besitzer ferngesteuert für Angriffe wie Spam-Versand oder DDoS missbraucht werden.
Bottleneck
Engpass in einem System, der die Gesamtleistung begrenzt. Häufig gemeint: Eine schwache CPU bremst eine starke Grafikkarte aus – oder umgekehrt.
Brute-Force-Angriff
Automatisches Durchprobieren aller möglichen Passwortkombinationen, bis die richtige gefunden ist. Lange, komplexe Passwörter machen das effektiv unmöglich.

C

C (Programmiersprache)
Eine der einflussreichsten Programmiersprachen überhaupt, sehr maschinennah und schnell. Große Teile von Windows selbst sind in C bzw. C++ geschrieben.
C#
Microsofts eigene, objektorientierte Programmiersprache, entwickelt für das .NET-Framework. Wird für viele Windows-Anwendungen und -Tools eingesetzt.
C++
Objektorientierte Erweiterung von C, weit verbreitet für performancekritische Software wie Spiele, Treiber oder Systemsoftware.
CMD / Eingabeaufforderung
Die klassische textbasierte Konsole von Windows, über die du Befehle direkt eingibst statt zu klicken. Viele Diagnoseaufgaben gehen darüber schneller als über die grafische Oberfläche.
CMOS-Reset
Setzt die BIOS-Einstellungen auf Werksstandard zurück – zum Beispiel Bootreihenfolge, Datum/Uhrzeit oder Lüfterkurven. Nicht zu verwechseln mit dem Laden der Factory Keys, das die Secure-Boot-Schlüssel zurücksetzt. In den meisten Fällen bleiben Secure-Boot-Zertifikate bei einem CMOS-Reset erhalten.
CPU (Prozessor)
Das "Gehirn" des Computers, das alle Berechnungen und Befehle ausführt. Taktfrequenz und Kernzahl beeinflussen maßgeblich die Leistungsfähigkeit.
CPU-Z
Ein kostenloses Tool, mit dem sich Details zur eigenen CPU auslesen lassen, etwa Modell, Taktfrequenz und unterstützte Befehlssatzerweiterungen wie SSE4.2 oder POPCNT.
CSM (Compatibility Support Module)
Ein Kompatibilitätsmodus im UEFI, mit dem sich Datenträger auch im älteren MBR-Partitionsschema und klassischem BIOS-Modus starten lassen. Für Windows 11 muss CSM deaktiviert und stattdessen reines UEFI mit GPT verwendet werden.
Cache
Ein kleiner, sehr schneller Zwischenspeicher, der häufig genutzte Daten näher am Prozessor vorhält, um Zugriffszeiten zu verkürzen. Gibt es z. B. in der CPU oder im Browser.
Chatbot
Programm, das mit Nutzern in natürlicher Sprache kommuniziert, meist textbasiert per Chat. Moderne Chatbots wie ChatGPT oder Copilot basieren auf LLMs, frühere Generationen arbeiteten oft nur mit festen, vorprogrammierten Antwortmustern.
Chromium
Ein quelloffenes Browser-Projekt, das federführend von Google entwickelt wird und die technische Basis für Chrome, Edge, Brave, Opera und weitere Browser bildet. Die Browser darauf teilen sich Engine und viele Einstellungsseiten, unterscheiden sich aber in den zusätzlichen Funktionen der jeweiligen Hersteller.
CineBench
Ein weit verbreiteter Benchmark, der die CPU-Leistung über das Rendern einer 3D-Szene misst. Ermöglicht den Vergleich unterschiedlicher Prozessoren unter gleichen Bedingungen.
ClearType
Microsofts Technik zur Schriftglättung, die Text auf Bildschirmen deutlich schärfer und lesbarer darstellt. Erstmals mit Windows XP eingeführt und bis heute Teil der Windows-Schriftdarstellung.
Cloud
Speicherplatz oder Rechenleistung, die nicht auf deinem eigenen Gerät liegt, sondern auf Servern eines Anbieters und über das Internet zugänglich ist.
Codec
Ein Verfahren, das Video- oder Audiodaten komprimiert (encodiert) und beim Abspielen wieder entschlüsselt (decodiert). Unterschiedliche Codecs wie H.264 oder AV1 unterscheiden sich vor allem in Kompressionsstärke und benötigter Rechenleistung.
Copilot
Microsofts KI-Assistent in Windows 11, der Fragen beantwortet, Texte zusammenfasst oder bei Einstellungen hilft. Basiert auf Sprachmodellen und ist fest ins Betriebssystem integriert. Zu unterscheiden von „Copilot+ PC", einer Hardware-Kategorie mit NPU für zusätzliche, lokal laufende KI-Funktionen.

D

DB (Allowed Signatures Database)
Liste aller vertrauenswürdigen Signaturen und Bootloader, die beim Start ausgeführt werden dürfen.
DBX (Forbidden Signatures Database)
Sperrliste mit unsicheren oder zurückgezogenen Signaturen, die beim Booten blockiert werden.
DDR / DIMM
Bezeichnung für RAM-Generationen (DDR4, DDR5) und die physische Bauform der Module (DIMM für Desktop, SO-DIMM für Laptops). Die Generation muss zum Mainboard-Slot passen.
DDU (Display Driver Uninstaller)
Ein kostenloses Tool, das Grafiktreiber inklusive aller Reste rückstandslos entfernt – gründlicher als die normale Windows-Deinstallation. Wird oft empfohlen, bevor ein neuer Grafiktreiber installiert wird, um Konflikte mit alten Treiberdateien auszuschließen.
DHCP
Der Dienst, der neuen Geräten im Netzwerk automatisch eine IP-Adresse zuweist, statt dass du sie manuell eintragen musst. Läuft meist direkt im Router.
DISM / SFC
Zwei Windows-Bordmittel zur Systemreparatur. SFC (sfc /scannow) prüft und repariert Systemdateien, DISM repariert das Windows-Image selbst, aus dem SFC seine Ersatzdateien bezieht.
DKIM (DomainKeys Identified Mail)
Eine digitale Signatur, die der versendende Mailserver einer E-Mail hinzufügt. Empfänger können damit prüfen, ob die Mail unterwegs verändert wurde und wirklich vom angegebenen Absender stammt. Im E-Mail-Header erkennbar an DKIM: pass oder DKIM: fail.
DMARC
Eine E-Mail-Richtlinie, die auf SPF und DKIM aufbaut und festlegt, was mit Mails passieren soll, die beide Prüfungen nicht bestehen – annehmen, in Quarantäne verschieben oder ablehnen. Steht im Header DMARC: fail, ist die Absenderadresse sehr wahrscheinlich gefälscht.
DNS
Übersetzt für Menschen lesbare Adressen wie google.com in die numerische IP-Adresse, die Computer tatsächlich zur Verbindung brauchen.
DNS over TLS (DoT)
Verschlüsselt DNS-Anfragen über eine eigene, dauerhaft verschlüsselte Verbindung, ähnlich wie DNS über HTTPS, aber über einen eigenen Port statt über normalen HTTPS-Verkehr. Wird häufig direkt im Router statt auf dem einzelnen PC eingerichtet.
DNS-Cache
Ein Zwischenspeicher, in dem Windows bereits aufgelöste Domainnamen und ihre zugehörigen IP-Adressen eine Zeit lang vorhält, um wiederholte DNS-Anfragen zu vermeiden. Lässt sich bei Problemen über die Eingabeaufforderung mit ipconfig /flushdns leeren.
DNS-over-HTTPS (DoH)
Verschlüsselt DNS-Anfragen, die sonst im Klartext übertragen werden. Schützt vor Mitlauschen und Manipulation von Namensauflösungen im Netzwerk.
DPC (Deferred Procedure Call)
Eine Hintergrundroutine, mit der Windows zeitkritische Aufgaben – meist von Treibern – etwas später, aber mit hoher Priorität abarbeitet. Braucht ein DPC zu lange, kann das zu Bluescreens wie DPC_WATCHDOG_VIOLATION führen.
DWORD
Ein Registry-Wertetyp für 32-Bit-Zahlenwerte, einer der häufigsten Typen neben String und Binär.
Dateisystem (NTFS, exFAT, FAT32)
Die Methode, wie Daten auf einem Datenträger organisiert werden. NTFS ist der Windows-Standard, exFAT eignet sich für große USB-Sticks plattformübergreifend, FAT32 ist älter und auf 4 GB pro Datei begrenzt.
Datenträger-Image
Ein vollständiges 1:1-Abbild eines kompletten Datenträgers inklusive aller Partitionen, meist für Backups oder Klonvorgänge erstellt. Im Gegensatz zur ISO-Datei bildet es nicht zwingend ein optisches Medium ab, sondern die komplette Struktur einer Festplatte oder SSD.
Datenträgerverwaltung
Das Windows-Tool zum Anlegen, Verkleinern, Vergrößern und Formatieren von Partitionen. Erreichbar über diskmgmt.msc.
Deep Learning
Machine-Learning-Verfahren mit neuronalen Netzen, die aus vielen aufeinanderfolgenden Schichten bestehen (daher „deep"). Je mehr Schichten und Trainingsdaten, desto komplexere Zusammenhänge kann ein Modell erkennen – ein Grund, warum moderne KI-Modelle leistungsfähiger sind als frühere Ansätze.
Deepfake
Mit KI erzeugtes oder manipuliertes Bild-, Audio- oder Videomaterial, das täuschend echt wirkt – etwa ein Video, in dem eine reale Person Dinge sagt oder tut, die nie passiert sind. Erzeugt meist mit spezialisierten generativen Modellen, nicht mit klassischen LLMs.
Defragmentierung
Ordnet zusammengehörige Dateifragmente auf der Festplatte wieder nebeneinander an, um Zugriffszeiten zu verkürzen. Bei SSDs nicht nötig und sogar kontraproduktiv.
Dienste (Services)
Programme, die im Hintergrund laufen, ohne eigenes Fenster – z. B. für Druckerwarteschlange oder Windows Update. Verwaltbar über services.msc.
Digitale Signatur
Ein kryptografischer Nachweis, der bestätigt, dass eine Datei oder Software von einer bestimmten, vertrauenswürdigen Stelle stammt und seitdem nicht verändert wurde. Windows, UEFI und Treiber nutzen digitale Signaturen, um Echtheit und Integrität sicherzustellen.
DirectX
Eine Sammlung von Microsoft-Schnittstellen, über die Windows-Programme – vor allem Spiele – direkt auf Grafik-, Sound- und Eingabe-Hardware zugreifen können. Die jeweilige DirectX-Version bestimmt oft mit, welche Spiele und Effekte auf einem System überhaupt laufen.
DiskGenius
Ein Tool zur Partitionsverwaltung und Datenrettung, das schon in der kostenlosen Version deutlich mehr kann als viele vergleichbare Programme.
Diskpart
Ein Windows-Bordwerkzeug zur Datenträgerverwaltung über die Kommandozeile. Damit lassen sich Partitionen anlegen, löschen, formatieren und Datenträgerinformationen abrufen – auch in der Windows-Wiederherstellungsumgebung. Aufruf über Eingabeaufforderung oder PowerShell mit dem Befehl diskpart.
Dual-Boot
Eine Konfiguration, bei der zwei oder mehr Betriebssysteme parallel auf einem PC installiert sind. Beim Start wählst du über den Windows Boot Manager aus, welches System geladen werden soll.

E

E-Mail-Client
Ein Programm wie Thunderbird oder Outlook, das Mails über SMTP, IMAP oder POP3 abruft und versendet. Ermöglicht mehrere Postfächer an einem Ort.
E-Mail-Header
Das unsichtbare Protokoll jeder E-Mail, das dokumentiert, welchen Weg die Nachricht genommen hat – welche Server sie durchlaufen hat und mit welchem Ergebnis die Echtheitsprüfungen (SPF, DKIM, DMARC) gelaufen sind. Sichtbar, wenn du die Mail als .eml-Datei speicherst und mit einem Texteditor öffnest.
E-Mail-Spoofing
Das Fälschen des Absenderfeldes einer E-Mail. Das Absenderfeld lässt sich frei beschriften, unabhängig davon, wer die Mail wirklich verschickt hat. So wirken Betrugsmails, als kämen sie von deiner Bank oder sogar von dir selbst. Erkennbar durch Header-Prüfung mit SPF, DKIM und DMARC.
ESP (EFI System Partition)
Die Partition, die Bootloader und Startdateien enthält, die UEFI zum Systemstart benötigt.
ESU (Extended Security Updates)
Ein kostenpflichtiges Microsoft-Programm, das Sicherheitsupdates für Windows-Versionen nach deren offiziellem Support-Ende liefert. Windows 10 erreichte im Oktober 2025 das Support-Ende – ohne ESU erhalten solche Systeme danach keine weiteren Sicherheitspatches von Microsoft mehr.
EWS (Exchange Web Services)
Protokoll für Microsoft-Exchange-Konten, typisch in Firmenumgebungen. Für normale Privatpostfächer nicht relevant.
Energieoptionen / Ruhezustand
Steuern, wie sich dein PC bei Inaktivität verhält. Der Ruhezustand speichert den kompletten Arbeitsspeicher-Inhalt auf die Festplatte und schaltet den PC komplett aus.
Ereignisanzeige (Event Viewer)
Protokolliert Systemereignisse, Warnungen und Fehler im Hintergrund. Eine der ersten Anlaufstellen bei der Fehlersuche, wenn etwas ohne erkennbaren Grund abstürzt.
Ethernet / LAN
Die kabelgebundene Netzwerkverbindung über ein Netzwerkkabel (RJ45), meist stabiler und schneller als WLAN.
Exploit
Ein gezielt entwickelter Angriffscode, der eine bekannte Sicherheitslücke in Software oder Betriebssystem ausnutzt, um unbefugten Zugriff zu erlangen.

F

FPS (Frames per Second)
Die Anzahl der Bilder, die pro Sekunde auf dem Bildschirm angezeigt werden – die Bildrate. Wird vor allem beim Gaming als Leistungsmaßstab genutzt, hängt aber in erster Linie von CPU und GPU ab, nicht von der RAM-Menge.
Factory Keys
Die werksseitig hinterlegten Secure-Boot-Zertifikate eines Mainboards. Lässt man sie im UEFI neu laden, werden Platform Key, Key Exchange Key sowie die Allow- und Deny-Listen auf den Auslieferungszustand zurückgesetzt – nützlich, wenn die Secure-Boot-Konfiguration durcheinandergeraten ist. Nicht zu verwechseln mit einem einfachen CMOS-Reset.
Fine-Tuning (KI)
Nachträgliches Weitertrainieren eines bereits fertigen KI-Modells mit spezialisierten, meist kleineren Datensätzen, um es auf eine bestimmte Aufgabe oder einen bestimmten Stil zuzuschneiden. Günstiger und schneller, als ein Modell komplett neu zu trainieren.
Firewall
Eine Schutzschicht, die den ein- und ausgehenden Datenverkehr nach festgelegten Regeln überwacht und unerwünschte Verbindungen blockiert.
Firmware
Fest in einen Chip eingebettete Software, die grundlegende Hardware-Funktionen steuert – zum Beispiel das UEFI auf dem Mainboard. Firmware startet vor dem Betriebssystem und bleibt auch ohne Strom erhalten. Updates kommen direkt vom Gerätehersteller, nicht über Windows Update.
Fritz!Box
Eine weit verbreitete Router-Serie des deutschen Herstellers AVM, in vielen deutschen Haushalten der Standard-Router. Bietet neben der reinen Internetverbindung auch eigene Netzwerkfunktionen wie DNS-Einstellungen oder Telefonie direkt in der Benutzeroberfläche.

G

GPU (Grafikkarte)
Spezialisiert auf die Berechnung von Bilddaten – essenziell für Spiele, Videobearbeitung und zunehmend auch für KI-Anwendungen.
GPU-Speicher (Dediziert / Gemeinsam)
Die beiden Speicher-Werte, die Windows im Taskmanager für eine Grafikeinheit anzeigt. Dedizierter Speicher ist eigener, physisch reservierter Videospeicher wie bei einer echten Grafikkarte, gemeinsamer Speicher ist der Teil des normalen Arbeitsspeichers, den sich eine iGPU bei Bedarf ausleiht. Bei integrierten Grafikeinheiten zeigt Windows oft auch einen fest reservierten RAM-Bereich als „dediziert" an, obwohl es sich technisch weiterhin um normalen Arbeitsspeicher handelt.
Garbage Collection (Müllsammlung)
Interner Aufräumprozess einer SSD: Der Controller sucht in ruhigen Momenten Blöcke mit vielen ungültigen Pages, räumt die gültigen Daten um und löscht den Rest, damit wieder leere Blöcke fürs Schreiben entstehen.
Gateway (Standardgateway)
Das Gerät – meist der Router –, über das dein Computer alle Anfragen außerhalb des eigenen lokalen Netzwerks leitet, etwa ins Internet.
Geräteinstanzpfad / Geräteinstanz-ID
Eine eindeutige Kennung eines angeschlossenen Geräts im Gerätemanager, zu finden unter Eigenschaften → Details → Geräteinstanzpfad. Technisch dasselbe wie die Geräteinstanz-ID, ergänzt die allgemeinere Hardware-ID um eine konkrete Geräteinstanz.
Gerätemanager
Übersicht aller erkannten Hardware-Komponenten und ihrer Treiber. Hier siehst du auch, wenn ein Gerät nicht richtig erkannt wird.
Gruppenrichtlinien (GPO)
Verwaltungstool in Windows, mit dem Systemeinstellungen zentral für Benutzer und Computer festgelegt werden. Erreichbar über gpedit.msc – nur in Pro- und Enterprise-Editionen verfügbar.

H

HDD (Hard Disk Drive)
Die klassische Festplatte mit rotierenden Magnetscheiben. Günstiger pro Gigabyte als SSDs, aber langsamer und mechanisch anfälliger.
HDMI / DisplayPort
Anschlussstandards zur Bild- und Tonübertragung, z. B. vom PC zum Monitor oder Fernseher.
HT (Hyper-Threading) / SMT
Technik, mit der ein einzelner physischer CPU-Kern zwei Befehlsstränge gleichzeitig abarbeitet und dem System dadurch als zwei logische Kerne erscheint. Bei Intel heißt das Hyper-Threading, bei AMD SMT (Simultaneous Multithreading) – technisch sehr ähnlich.
HTA (HTML Application)
Eine Windows-spezifische Dateiform, die HTML, CSS und JavaScript als eigenständiges Programm ausführt – ohne Browser, direkt unter Windows. HTAs haben deutlich mehr Systemzugriff als normale Webseiten und können Windows-Befehle ausführen. Praktisch für einfache Tools und Oberflächen, die sich ohne aufwendige Installation nutzen lassen.
HTTPS
Die verschlüsselte Version des HTTP-Protokolls. Sorgt dafür, dass die Verbindung zwischen Browser und Webserver niemand mitlesen kann. Am Schloss-Symbol in der Adressleiste erkennbar.
HVCI (Hypervisor-Protected Code Integrity)
Sicherheitsfunktion, die Code vor der Ausführung im Kernel prüft. Kostet Leistung, weshalb sie beim Gaming manchmal deaktiviert wird.
HWiNFO
Ein kostenloses Tool zur detaillierten Hardware-Überwachung. Zeigt unter anderem Temperaturen, Spannungen und Taktraten von CPU, GPU und anderen Komponenten in Echtzeit an.
Halluzination (KI)
Wenn ein Sprachmodell Informationen erfindet, die falsch oder frei erfunden sind, sie aber selbstbewusst als Fakt präsentiert. Passiert, weil ein LLM Sprache statistisch fortsetzt statt in einer Datenbank nachzuschlagen – Ergebnisse sollten bei Fakten deshalb immer geprüft werden.
Hardware-Encoding
Das Umrechnen von Videodaten durch einen spezialisierten Chip statt durch die CPU direkt – etwa beim Streamen oder Konvertieren eines Videos. Deutlich effizienter und meist stromsparender als reine Software-Verarbeitung über den Prozessor.
Hardware-ID
Eine eindeutige Kennung, über die Windows ein angeschlossenes Gerät identifiziert. Sie besteht aus Hersteller-ID (VID/VEN) und Produkt-ID (PID/DEV) und ist im Gerätemanager unter Eigenschaften → Details → Hardware-IDs einsehbar. Mit diesen Werten lässt sich auch für unbekannte Geräte der passende Treiber finden.
Hyper-V
Der in Windows 10/11 Pro integrierte Hypervisor von Microsoft. Damit kannst du virtuelle Maschinen direkt auf deinem PC betreiben, ohne externe Software wie VirtualBox.

I

IMAP (Internet Message Access Protocol)
Empfangsprotokoll, bei dem deine Mails auf dem Server bleiben und nur synchronisiert angezeigt werden. Praktisch, wenn du ein Postfach auf mehreren Geräten nutzt.
IP-Adresse
Die eindeutige Adresse, über die ein Gerät in einem Netzwerk erreichbar ist – vergleichbar mit einer Postanschrift.
IPv4 / IPv6
Die beiden Versionen des Internet-Protokolls. IPv4-Adressen (z. B. 192.168.1.1) werden knapp, IPv6 bietet einen praktisch unerschöpflichen Adressraum und wird schrittweise zum Standard.
IRQL (Interrupt Request Level)
Eine interne Prioritätsstufe im Windows-Kernel, die festlegt, wie „dringend" ein Vorgang gerade ist und welche Speicherzugriffe auf dieser Ebene erlaubt sind. Verstößt ein Treiber gegen diese Regeln, kommt es zu Bluescreens wie IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL.
ISO-Datei
Ein exaktes Abbild eines Datenträgers – zum Beispiel einer DVD – als einzelne Datei. Windows-Installationsmedien werden von Microsoft als ISO bereitgestellt. Mit Tools wie Rufus kannst du die ISO auf einen USB-Stick schreiben und damit Windows installieren oder upgraden.
In-Place-Upgrade
Eine Reparatur- oder Upgrade-Methode, bei der Windows über die bestehende Installation hinweg neu installiert wird. Programme, Einstellungen und persönliche Dateien bleiben dabei in der Regel erhalten.
Inferenz (KI)
Der Vorgang, bei dem ein bereits trainiertes KI-Modell aus einer Eingabe eine Ausgabe berechnet – im Alltag einfach: das Modell benutzen statt es zu trainieren. Läuft ein Modell lokal, etwa über LM Studio, führt die eigene Hardware bei jeder Antwort eine Inferenz durch.
iGPU (integrierte Grafikeinheit)
Eine direkt in den Prozessor integrierte Grafikeinheit, die keinen eigenen Grafikspeicher hat, sondern einen Teil des RAM nutzt. Ausreichend für Office und Video, aber keine Alternative zur dedizierten Grafikkarte bei Spielen oder Videobearbeitung. Kann im BIOS deaktiviert werden, wenn eine separate Grafikkarte verbaut ist.

J

JSON (JavaScript Object Notation)
Ein einfaches, textbasiertes Datenformat zum Austausch strukturierter Daten, z. B. zwischen einer App und einem Server. Leicht lesbar und heute Standard in vielen APIs.
Java
Eine plattformunabhängige Programmiersprache, deren Programme in einer virtuellen Maschine (JVM) laufen, statt direkt auf dem jeweiligen Betriebssystem. Dadurch läuft derselbe Java-Code ohne Anpassung unter Windows, Linux oder macOS.
JavaScript
Eine Skriptsprache, die vor allem im Browser läuft und Webseiten interaktiv macht. Trotz des ähnlichen Namens technisch nicht mit Java verwandt.

K

KEK (Key Exchange Key)
Ermöglicht das Aktualisieren oder Ersetzen vertrauenswürdiger Zertifikate, quasi die Verwaltungsebene für Secure-Boot-Schlüssel.
KI (Künstliche Intelligenz)
Oberbegriff für Software, die menschenähnliche Aufgaben wie Texterkennung, Bildanalyse oder Sprachverarbeitung übernimmt. Windows integriert zunehmend KI-Funktionen direkt ins Betriebssystem, etwa über Copilot oder Recall. Was heute als KI bezeichnet wird, basiert fast immer auf Machine Learning und Sprachmodellen, nicht auf fest programmierten Regeln.
KI-Bias
Systematische Verzerrung in den Antworten eines KI-Modells, die aus einseitigen oder unausgewogenen Trainingsdaten stammt. Das Modell übernimmt dabei unbewusst Vorurteile oder Ungleichgewichte, die schon in den Daten stecken, mit denen es trainiert wurde.
Kernel-Power (Ereignis-ID 41)
Ein Eintrag in der Ereignisanzeige, der einen unsauberen Shutdown anzeigt (Stromausfall, harter Reset, Absturz). Nicht jedes Auftreten bedeutet gleich ein ernstes Problem.
Keylogger
Schadsoftware oder Hardware, die heimlich Tastatureingaben aufzeichnet, um z. B. Passwörter abzugreifen.
Kompatibilitätsmodus
Eine Funktion, mit der ältere Windows-Programme so gestartet werden, als würden sie unter einer früheren Windows-Version laufen. Hilfreich bei Software, die sonst abstürzt oder sich weigert zu starten.
Kontextfenster
Maximale Menge an Token, die ein Sprachmodell in einer Anfrage gleichzeitig verarbeiten kann – Eingabe, bisheriger Gesprächsverlauf und Antwort zusammen. Ist das Fenster voll, fängt das Modell an, ältere Teile des Gesprächs zu vergessen.
Kühler / Lüfter
Sorgt dafür, dass CPU, Grafikkarte und Gehäuse nicht überhitzen – per Luft- oder Wasserkühlung.

L

LLM (Large Language Model)
Großes Sprachmodell, das auf riesigen Textmengen trainiert wurde und darauf spezialisiert ist, Sprache zu verstehen und selbst zu erzeugen. ChatGPT, Copilot oder Claude sind Anwendungen, die auf einem LLM aufbauen – das Modell selbst ist quasi der Motor dahinter.
Lokale KI / On-Device AI
KI-Modelle, die direkt auf dem eigenen PC laufen statt über die Cloud eines Anbieters, etwa über Tools wie LM Studio oder Ollama. Vorteil ist mehr Datenschutz und Unabhängigkeit von Internetverbindung und Abo, Nachteil der höhere Bedarf an Rechenleistung und Arbeitsspeicher direkt auf dem eigenen System.
Lokales Konto
Ein Windows-Benutzerkonto, das nur auf dem jeweiligen PC existiert – ohne Verknüpfung mit einem Microsoft-Konto. Daten und Einstellungen werden nicht mit der Cloud synchronisiert. Bei einer Neuinstallation lässt sich Windows mit einem lokalen Konto einrichten, zum Beispiel über Tools wie Rufus.

M

MAC-Adresse
Eine fest in die Netzwerk-Hardware eingebrannte, weltweit eindeutige Kennung – anders als die IP-Adresse ändert sie sich normalerweise nicht.
MBR / GPT
Zwei Partitionsstile für Datenträger. MBR (Master Boot Record) ist der ältere Standard mit Einschränkungen auf vier Partitionen und maximal 2 TB. GPT (GUID Partition Table) ist der moderne Nachfolger, unterstützt deutlich mehr Partitionen und größere Laufwerke. Windows 11 setzt GPT zwingend voraus – eine Konvertierung von MBR zu GPT ist mit dem Tool MBR2GPT möglich.
MRT (Malicious Software Removal Tool)
Microsofts eigenes Bordmittel zum Aufspüren und Entfernen bekannter Schadsoftware.
Machine Learning (ML)
Teilbereich der KI, bei dem ein System aus großen Mengen an Trainingsdaten selbstständig Muster lernt, statt dass jede Regel von Hand programmiert wird. Grundlage für neuronale Netze und damit für moderne Sprachmodelle.
Mainboard (Motherboard)
Die zentrale Platine, auf der alle Komponenten – CPU, RAM, Grafikkarte, Speicher – zusammenlaufen und miteinander kommunizieren.
Makros (Office-Makros)
Kleine automatisierte Skripte in Office-Dokumenten wie Word oder Excel, die beim Öffnen der Datei ausgeführt werden können. Ein beliebter Infektionsweg: Schaddokumente fordern dich auf, „Bearbeitung aktivieren" oder „Makros aktivieren" zu klicken. Tu das nie bei unerwarteten Anhängen.
Malware
Oberbegriff für jede Art von Schadsoftware – Viren, Trojaner, Ransomware, Spyware und mehr fallen alle darunter.
Microsoft Store
Microsofts offizieller App-Marktplatz für Windows. Apps von dort durchlaufen eine Prüfung durch Microsoft und gelten deshalb als vertrauenswürdiger als Downloads aus dem freien Internet.
Multimodal (KI)
Bezeichnet KI-Modelle, die nicht nur Text, sondern auch andere Formate wie Bilder, Audio oder Video verarbeiten und/oder erzeugen können. Ein multimodales Modell kann zum Beispiel ein Foto beschreiben oder aus einer Textanweisung ein Bild generieren.

N

NAND-Flash
Speichertechnologie, auf der SSDs Daten dauerhaft in Zellen ablegen, ganz ohne bewegliche Teile. Hält Daten auch ohne Strom.
NAS (Network Attached Storage)
Ein Netzwerkspeicher, der als eigenständiges Gerät im Heimnetzwerk hängt und sich als Netzlaufwerk einbinden lässt.
NPU (Neural Processing Unit)
Spezialisierter Chip, der für KI-Berechnungen optimiert ist und diese deutlich stromsparender ausführt als CPU oder GPU. In aktuellen „Copilot+ PCs" ist eine NPU Voraussetzung für bestimmte KI-Funktionen, die direkt auf dem Gerät laufen.
NT-Kernel
Der technische Unterbau moderner Windows-Versionen, ursprünglich für die Business- und Server-Linie entwickelt. Seit Windows XP läuft auch die Heimanwender-Version auf diesem Kernel, was das System deutlich stabiler machte als die ältere, DOS-basierte Windows-9x-Linie (95, 98, ME).
NVMe
Ein Verbindungsprotokoll für SSDs über den PCIe-Slot. Deutlich schneller als das ältere SATA-Interface – erkennbar an M.2-Steckern auf dem Mainboard.
Netzteil (PSU)
Wandelt Netzspannung aus der Steckdose in die verschiedenen Spannungen um, die die Komponenten im PC benötigen.
Neuronales Netz
Rechenmodell, das lose an die Struktur von Nervenzellen im Gehirn angelehnt ist: viele einfache Recheneinheiten in Schichten, die über gewichtete Verbindungen miteinander verknüpft sind. Bildet die technische Basis für Deep Learning und damit für die meisten aktuellen KI-Modelle.
netplwiz
Ein Windows-Befehl, der die klassische Benutzerkontenverwaltung öffnet – unter anderem lässt sich hier die Passwortabfrage beim Start deaktivieren. Aufruf über Windows-Taste + R und Eingabe von netplwiz.

O

OAuth2
Modernes Anmeldeverfahren, bei dem du dich direkt beim Anbieter (z. B. Google, Microsoft) einloggst. Dein Passwort bleibt beim Anbieter, der E-Mail-Client bekommt nur einen temporären Zugriffsschlüssel.
OBS (Open Broadcaster Software)
Kostenlose Software zum Aufnehmen und Streamen des Bildschirms, beliebt bei Streamern und YouTubern. Läuft im Hintergrund mit Standardpriorität und nutzt standardmäßig alle CPU-Kerne, sichtbar im Taskmanager.
OEM-Lizenz / Retail-Lizenz
Zwei Arten, eine Windows-Lizenz zu erwerben. Die OEM-Lizenz ist günstiger, aber fest an die Hardware gebunden – ein Umzug auf einen neuen PC ist offiziell nicht erlaubt. Die Retail-Lizenz ist teurer, dafür übertragbar und kann auf einem neuen Gerät erneut aktiviert werden.
OOBE (Out-of-Box-Experience)
Die Einrichtungsphase direkt nach der Windows-Installation – der Begrüßungsbildschirm, auf dem Sprache, Konto, Datenschutzoptionen und Netzwerk konfiguriert werden. Scheitert die Installation in dieser Phase, finden sich die passenden Hinweise in den OOBE-Logdateien unter C:\Windows\Panther\UnattendGC\.
Open Source
Software, deren Quellcode öffentlich einsehbar, veränderbar und weiterverteilbar ist. Bekanntes Beispiel im Windows-Umfeld: Linux ist Open Source, Windows nicht.
Outlook
Microsofts E-Mail-Client, Teil von Microsoft 365 bzw. Office. Verwaltet neben E-Mails auch Kalender und Kontakte und wird häufig mit Exchange-Konten genutzt.
Over-Provisioning
Ein vom Hersteller unsichtbar reservierter Teil der SSD-Kapazität (oft rund 7 %), der dem Betriebssystem gar nicht als nutzbarer Speicher angezeigt wird. Gibt dem Controller Spielraum für Garbage Collection und Wear-Leveling, selbst wenn die SSD laut Windows 100 % voll ist.
Overclocking / Übertaktung
Betrieb von CPU, GPU oder RAM oberhalb des vom Hersteller vorgesehenen Takts. Steigert die Leistung, erhöht aber die Wärmeentwicklung und kann bei schlechter Kühlung zu Instabilität führen.

P

PCIe (PCI Express)
Der aktuelle Standard für Erweiterungssteckplätze auf dem Mainboard, über den Grafikkarten, NVMe-SSDs und andere Karten angebunden werden.
PIN
Eine kürzere, geräte­gebundene Alternative zum Windows-Kennwort, die als Teil von Windows Hello genutzt wird. Anders als das Kennwort funktioniert die PIN nur auf dem jeweiligen Gerät und wird nicht mit einem Microsoft-Konto synchronisiert.
PK (Platform Key)
Der Hauptschlüssel des Secure-Boot-Systems, legt fest, wer die Kontrolle über die Boot-Sicherheit hat.
POP3 (Post Office Protocol Version 3)
Älteres Empfangsprotokoll. Mails werden heruntergeladen und meist lokal gespeichert, standardmäßig vom Server gelöscht – sinnvoll, wenn du nur ein Gerät nutzt.
POPCNT (Population Count)
Ein CPU-Befehl, der zählt, wie viele Bits in einer Zahl auf 1 gesetzt sind. Seit Windows 11 24H2 muss der Prozessor diesen Befehl unterstützen – sehr alte CPUs ohne POPCNT-Unterstützung können 24H2 offiziell nicht mehr installieren.
PWM / DC (Lüftersteuerung)
Zwei Verfahren, mit denen die Drehzahl eines PC-Lüfters geregelt wird. PWM-Lüfter erkennt man an vier Pins und lassen sich fein über ein Pulsweiten-Signal steuern, DC-Lüfter regeln die Drehzahl stattdessen über die anliegende Spannung.
Page (SSD)
Die kleinste Schreibeinheit einer SSD, typischerweise 4–16 KB groß. Viele Pages zusammen bilden einen Block.
Paketverlust
Datenpakete, die auf dem Weg durch das Netzwerk verloren gehen und ihr Ziel nicht erreichen. Schon ein oder zwei Prozent Paketverlust können beim Gaming oder im Sprachchat deutlich spürbar sein. Ursachen können überlastete Verbindungen, schlechtes WLAN-Signal oder Probleme beim Internetanbieter sein.
Parameter (KI-Modell)
Die internen Stellschrauben eines neuronalen Netzes, die beim Training angepasst werden und zusammen das gelernte Wissen des Modells speichern. Modellgrößen wie „7B" oder „70B" geben die Anzahl dieser Parameter in Milliarden an – mehr Parameter bedeuten mehr Kapazität, aber auch mehr Rechenleistung und Speicherbedarf.
Partition
Ein logisch abgetrennter Bereich auf einem Datenträger, der wie ein eigenes Laufwerk (z. B. C:, D:) erscheint.
Passwort-Manager
Eine Anwendung, die Passwörter verschlüsselt speichert und verwaltet, sodass du dir nur noch ein Master-Passwort merken musst.
Patch
Eine Korrektur oder Aktualisierung für Software, meist um Sicherheitslücken zu schließen oder Fehler zu beheben.
Peering
Die direkte Verbindung zwischen zwei Netzwerken oder Internetanbietern, über die Daten ausgetauscht werden. Je besser diese Verbindungen ausgebaut sind, desto schneller und stabiler läuft die Verbindung zu bestimmten Servern. Schlechtes Peering kann erklären, warum manche Server trotz schneller Leitung langsam erreichbar sind.
Pfad (Dateipfad)
Die vollständige Adresse einer Datei oder eines Ordners im Dateisystem, z. B. C:\Users\Markus\Dokumente\datei.txt. Absolute Pfade starten vom Laufwerksbuchstaben, relative Pfade vom aktuellen Ordner.
Phishing
Betrugsversuche, meist per E-Mail oder Nachricht, die dich durch gefälschte Absender oder Webseiten zur Preisgabe von Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen verleiten wollen.
Ping / Latenz
Ping misst, wie lange ein Datenpaket braucht, um zu einem Ziel zu gelangen und zurückzukommen. Die gemessene Zeit ist die Latenz.
Pop-up
Ein Fenster, das sich automatisch und meist ungefragt über den aktuellen Inhalt legt. Kann legitime Hinweise enthalten, wird aber auch von Adware oder unseriösen Webseiten für Werbung oder Betrugsversuche missbraucht. Windows und Browser bieten eigene Pop-up-Blocker.
Port / Port-Weiterleitung
Ein Port ist eine nummerierte Kommunikationsadresse (z. B. Port 443 für HTTPS). Port-Weiterleitung leitet eingehende Verbindungen im Router gezielt an ein bestimmtes Gerät im Heimnetzwerk.
PowerShell
Der modernere, deutlich mächtigere Nachfolger der klassischen Eingabeaufforderung. Unterstützt Skripte und tiefere Eingriffe ins System.
Prefetch / SysMain
Zwei Windows-Funktionen zur Startoptimierung: Prefetch speichert, welche Dateien ein Programm beim Start benötigt, damit sie beim nächsten Mal schneller geladen werden. SysMain (früher Superfetch) analysiert Nutzungsverhalten und lädt häufig genutzte Programme vorab in den RAM. Auf modernen SSDs ist der Vorteil gering, der Einfluss auf die SSD-Lebensdauer minimal.
Process Monitor (Sysinternals)
Ein kostenloses Diagnose-Tool aus der Microsoft-Sysinternals-Reihe, das in Echtzeit protokolliert, welcher Prozess auf welche Dateien, Registry-Einträge oder Ressourcen zugreift. Hilfreich, um herauszufinden, welches Programm eine Datei gerade blockiert.
Produktschlüssel / Lizenz
Der Code, der deine Windows-Installation als legal erworben identifiziert und freischaltet. Bei manchen Geräten digital ans Mainboard gekoppelt.
Prompt (KI)
Die Eingabe, die du einem KI-Modell gibst – also deine Frage, Anweisung oder dein Text, auf den es reagieren soll. Wie präzise ein Prompt formuliert ist, beeinflusst direkt die Qualität der Antwort. Nicht zu verwechseln mit dem Eingabe-Prompt der Kommandozeile.
Prompt Engineering
Das gezielte Formulieren von Prompts, um bessere oder zuverlässigere Antworten aus einem KI-Modell herauszuholen, etwa durch klare Struktur, Beispiele oder Rollenvorgaben. Kein Programmieren im klassischen Sinn, sondern präzises Formulieren.
Proxy
Ein Vermittlungsserver, über den dein Datenverkehr läuft, bevor er sein eigentliches Ziel erreicht – z. B. zur Filterung oder Anonymisierung.
Punycode
Eine Codierung, mit der Sonderzeichen und fremdsprachige Schriftzeichen in Domain-Namen dargestellt werden – erkennbar am Präfix xn--. Angreifer nutzen das, um Domains zu registrieren, die täuschend ähnlich wie bekannte Markennamen aussehen, technisch aber etwas völlig anderes sind.
Python
Eine leicht lesbare, weit verbreitete Programmiersprache, beliebt für Skripte, Automatisierung, Datenanalyse und KI-Anwendungen.

Q

Quick Sync / VCN
Die Hardware-Encoding-Technik in integrierten Grafikeinheiten: Quick Sync bei Intel, Video Core Next (VCN) bei AMD. Beide übernehmen das Encodieren und Decodieren von Videos, unabhängig davon, ob gerade eine dedizierte Grafikkarte im System steckt.
Quishing
Eine Phishing-Variante, bei der statt eines Links ein QR-Code in der E-Mail eingebettet ist – Mischung aus QR-Code und Phishing. Das Tückische: QR-Codes lassen sich nicht per Mouse-Over prüfen, und viele Spamfilter scannen keine Bilder. Seriöse Absender haben immer auch einen normalen Weg ohne QR-Code.

R

RAG (Retrieval-Augmented Generation)
Verfahren, bei dem ein Sprachmodell vor der Antwort gezielt in externen Dokumenten oder Datenbanken nachschlägt, statt sich nur auf sein antrainiertes Wissen zu verlassen. Reduziert Halluzinationen, weil sich Antworten auf konkrete, nachprüfbare Quellen stützen.
RAID
Verfahren, um mehrere Festplatten oder SSDs zu einem logischen Laufwerk zusammenzuschalten – für mehr Geschwindigkeit (Striping) und/oder Ausfallsicherheit (Spiegelung/Parität). Ersetzt kein Backup, da ein RAID-Ausfall trotzdem alle Daten kosten kann.
RAM / Arbeitsspeicher
Schneller, aber flüchtiger Speicher, in dem Windows und laufende Programme ihre aktuellen Daten ablegen. Inhalte gehen beim Ausschalten verloren.
ROBOCOPY
Kommandozeilen-Tool zum robusten Kopieren und Sichern von Dateien und Ordnern, u. a. für automatisierte Backups per Batch-Datei.
Ransomware
Schadsoftware, die Dateien oder das ganze System verschlüsselt und für die Freigabe ein Lösegeld fordert. Ein aktuelles Backup ist der zuverlässigste Schutz davor.
Rate Limiting
Serverseitige Drosselung der Downloadgeschwindigkeit pro Nutzer oder Verbindung. Server müssen ihre Bandbreite auf viele gleichzeitige Nutzer aufteilen und begrenzen deshalb bewusst, wie viel Daten ein einzelner Nutzer pro Sekunde bekommt – unabhängig davon, wie schnell die eigene Leitung ist.
ReFS (Resilient File System)
Microsofts moderneres Dateisystem als Nachfolger von NTFS, mit Fokus auf Datenintegrität und Robustheit – bislang vor allem für Server/Datenträger, nicht Systemlaufwerke.
Read-Modify-Write
Der Vorgang, bei dem eine SSD gültige Daten aus einem halbvollen Block ausliest, mit neuen Daten kombiniert, den Block komplett löscht und alles neu zurückschreibt – nötig, weil sie nie nur einzelne Pages löschen kann.
Recall
KI-Feature ab Windows 11 24H2, das im Hintergrund regelmäßig Screenshots erstellt und diese durchsuchbar macht. Datenschutzkritisch diskutiert, lässt sich deaktivieren.
Registry (Registrierungsdatenbank)
Eine zentrale Datenbank, in der Windows fast alle Einstellungen speichert. Du erreichst sie über regedit – Änderungen wirken sich direkt aufs System aus.
Registry-Hives (HKLM/HKCU)
Die obersten Ordner der Registry. HKLM (Local Machine) gilt systemweit, HKCU (Current User) nur fürs aktuell angemeldete Konto.
Remotedesktop
Windows-Funktion, mit der du dich von einem anderen Gerät aus auf den Desktop deines PCs aufschalten und ihn fernsteuern kannst. Als Host, also um selbst erreichbar zu sein, nur in der Pro-Edition von Windows verfügbar, als Client zum Verbinden dagegen in jeder Edition.
Resizable BAR (ReBAR) / SAM
Eine Funktion, mit der die CPU auf den kompletten Grafikspeicher zugreifen kann statt nur in kleinen Blöcken – bringt bei manchen Spielen mehr FPS. Bei AMD auch als SAM (Smart Access Memory) bezeichnet, technisch identisch.
Root of Trust
Die Vertrauensbasis eines Systems beim Start – der Ausgangspunkt, von dem aus geprüft wird, ob alle folgenden Komponenten vertrauenswürdig sind. Bei modernen PCs bilden UEFI-Firmware und Secure-Boot-Zertifikate diesen Ankerpunkt. Microsofts Secure-Boot-Zertifikatserneuerung 2026 aktualisiert genau diese Basis.
Rootkit
Besonders gefährliche Malware, die sich tief im System versteckt und vor Antivirusprogrammen tarnt. Oft nur durch Neuinstallation oder spezielle Offline-Scanner zu entfernen.
Router
Das Gerät, das dein Heimnetzwerk mit dem Internet verbindet und den Datenverkehr zwischen den angeschlossenen Geräten und dem Provider lenkt.
Routing
Der Vorgang, bei dem Datenpakete ihren Weg durch das Internet nehmen. Da die Verbindung nicht direkt zum Zielserver läuft, sondern über viele Zwischenstationen, wird dieser Weg dynamisch festgelegt. Schlechtes Routing kann dazu führen, dass Downloads trotz guter Leitung langsam sind.
Rufus
Ein kostenloses Tool, mit dem sich eine ISO-Datei auf einen bootfähigen USB-Stick schreiben lässt. Bietet dabei zusätzliche Optionen, etwa das Umgehen von Hardware-Anforderungen oder das Einrichten mit einem lokalen Konto.

S

S-Mode
Eine eingeschränkte Windows-Variante, bei der nur Apps aus dem Microsoft Store installiert werden können und der Browser auf Edge festgelegt ist. Soll mehr Sicherheit und Performance bieten, schränkt aber die Flexibilität stark ein. Lässt sich kostenlos und dauerhaft deaktivieren – der Wechsel zurück in den S-Mode ist danach nicht möglich.
S.M.A.R.T.
Eine in Festplatten und SSDs eingebaute Selbstüberwachung, die Betriebswerte wie Temperatur, Fehlerraten oder Betriebsstunden aufzeichnet. Auffällige S.M.A.R.T.-Werte deuten oft frühzeitig auf einen bevorstehenden Ausfall des Laufwerks hin.
SLC-Cache
Ein schneller Zwischenspeicherbereich moderner SSDs, in dem zunächst nur 1 Bit pro Zelle abgelegt wird. Ist er voll oder die SSD zu knapp bei Platz, muss direkt im langsameren TLC- oder QLC-Modus geschrieben werden – einer der Hauptgründe für spürbare Geschwindigkeitseinbrüche bei voller SSD.
SLMGR
Ein VBS-Skript, das Microsoft seit vielen Windows-Versionen mitliefert, um die Lizenzaktivierung über die Kommandozeile zu verwalten – etwa zum Anzeigen des Aktivierungsstatus oder zum Eintragen eines neuen Produktschlüssels.
SMB / Netzwerkfreigabe
Das Protokoll, über das Windows Dateien und Drucker im lokalen Netzwerk teilt. Freigegebene Ordner erscheinen im Explorer als Netzlaufwerke.
SMBIOS (System Management BIOS)
Der „Hardware-Steckbrief" des PCs, hier stehen Hersteller-, Modell- und BIOS-Infos.
SMTP (Simple Mail Transfer Protocol)
Das Protokoll fürs Versenden von E-Mails. Immer wenn du auf „Senden" klickst, übernimmt SMTP den Transport der Mail zum Empfänger.
SPF (Sender Policy Framework)
Ein DNS-Eintrag, der festlegt, welche Server E-Mails im Namen einer Domain verschicken dürfen. Steht im E-Mail-Header SPF: fail, hatte der sendende Server keine Berechtigung – ein starkes Zeichen für eine gefälschte Absenderadresse.
SSD (Solid State Drive)
Ein Datenspeicher ohne bewegliche Teile, der Daten auf Flash-Speicherchips ablegt. Deutlich schneller als eine klassische Festplatte.
SSE4.2 / SSE4A
CPU-Befehlssatzerweiterungen für schnellere Berechnungen, die je nach Hersteller unterschiedlich heißen (SSE4.2 bei Intel, SSE4A bei manchen AMD-CPUs). Neben POPCNT eine weitere Hardware-Voraussetzung für Windows 11 24H2.
SSH
Protokoll für verschlüsselten Fernzugriff auf die Kommandozeile eines anderen Rechners, unter Windows z. B. über den integrierten OpenSSH-Server nutzbar.
SSID
Der Name eines WLAN-Netzwerks, der in der Liste der verfügbaren Netzwerke angezeigt wird.
SSL / TLS
Protokolle, die die Verbindung zwischen deinem Browser und einer Webseite verschlüsseln – erkennbar am Schloss-Symbol und https:// in der Adresszeile.
STARTTLS
Startet die Verbindung unverschlüsselt und schaltet danach auf Verschlüsselung um, statt wie SSL/TLS von Anfang an verschlüsselt zu sein. Beide Verfahren gelten heute als sicher.
Sandbox
Eine isolierte Umgebung, in der Programme ausgeführt werden können, ohne Zugriff auf das restliche System zu haben.
Secure Boot
Eine UEFI-Funktion, die beim Systemstart prüft, ob Bootloader und Betriebssystem digital signiert und vertrauenswürdig sind.
Server / Client
Ein Server stellt Daten oder Dienste bereit, ein Client fragt sie ab und nutzt sie – etwa dein Browser, der eine Webseite von einem Webserver lädt.
Service Pack
Ein größeres, gebündeltes Update-Paket für Windows, das mehrere Einzel-Patches, neue Funktionen und Sicherheitsverbesserungen zusammenfasst. Bei älteren Windows-Versionen wie XP der übliche Weg für größere Aktualisierungen, mittlerweile durch laufende Windows Updates abgelöst.
Shadow Copy / Volumenschattenkopie
Eine Windows-Funktion, die automatisch ältere Versionen von Dateien und Ordnern sichert, ohne ein vollständiges Backup zu machen. Erreichbar über Rechtsklick → Vorgängerversionen wiederherstellen.
Social Engineering
Manipulationstechniken, die nicht technische Lücken, sondern menschliches Verhalten ausnutzen, um an Informationen oder Zugriff zu gelangen.
Spyware
Software, die unbemerkt Informationen über dich oder dein Nutzungsverhalten sammelt und an Dritte weiterleitet.
Subnetzmaske
Legt fest, welcher Teil einer IP-Adresse das Netzwerk identifiziert und welcher Teil das einzelne Gerät.
System-Tuner / Tuning-Tools
Sammelbegriff für Programme, die versprechen, Windows automatisch schneller zu machen, dabei aber oft tief und unkontrolliert ins System eingreifen. Windows-Bordmittel erzielen in den meisten Fällen den gleichen oder einen besseren Effekt, ohne dieses Risiko.
Systemdateien
Die grundlegenden Dateien, aus denen Windows selbst besteht. Werden sie beschädigt, können Programme abstürzen oder Windows Update fehlschlagen. Mit DISM / SFC lassen sie sich prüfen und reparieren.

T

TASKKILL
Befehl, mit dem sich ein laufender Prozess über die Eingabeaufforderung beenden lässt, flexibler und automatisierbarer als über den Taskmanager.
TLC / QLC
Speicherverfahren, bei denen 3 Bit (TLC) bzw. 4 Bit (QLC) gleichzeitig in einer Speicherzelle abgelegt werden. Günstiger in der Herstellung als SLC, aber von Natur aus langsamer beim Schreiben.
TPM (Trusted Platform Module)
Ein spezieller Sicherheitschip auf dem Mainboard, der kryptografische Schlüssel sicher speichert und Funktionen wie BitLocker oder Windows Hello absichert. TPM 2.0 ist eine Mindestanforderung für Windows 11.
TRIM
Eine Funktion speziell für SSDs, die Windows darüber informiert, welche Datenbereiche nicht mehr benötigt werden. Ohne TRIM würde die SSD mit der Zeit langsamer werden, weil sie vor jedem Schreibvorgang erst alte Daten löschen müsste. Ob TRIM aktiv ist, lässt sich per Eingabeaufforderung prüfen: fsutil behavior query DisableDeleteNotify – der Wert 0 bedeutet aktiv.
Taktfrequenz (GHz)
Gibt an, wie viele Rechenzyklen ein Prozessor pro Sekunde ausführen kann. Höher ist tendenziell schneller, aber nicht der einzige Leistungsfaktor.
Taskmanager
Das Kontrollzentrum für laufende Programme, Prozesse und Auslastung. Erreichbar über Strg + Umschalt + Esc.
Taskplaner / Aufgabenplanung (Task Scheduler)
Windows-Tool, um Programme oder Skripte zeitgesteuert oder bei bestimmten Ereignissen automatisch auszuführen. In der Windows-Oberfläche heißt es „Aufgabenplanung", erreichbar über taskschd.msc. Anders als der Autostart kann eine Aufgabe hier auch durch Zeitpläne oder bestimmte Ereignisse ausgelöst werden, nicht nur bei der Anmeldung.
Telemetrie
Automatisch gesammelte technische Daten, die Windows im Hintergrund an Microsoft sendet – zum Beispiel Absturzberichte, Leistungsdaten und Kompatibilitätsinformationen. Dient Microsoft zur Weiterentwicklung und Fehlerdiagnose. Der Umfang lässt sich unter Einstellungen → Datenschutz → Diagnose & Feedback anpassen.
Temporäre Dateien
Dateien, die Windows oder Programme während der Arbeit anlegen und danach oft nicht mehr löschen – zum Beispiel bei Updates, Installationen oder Entpackvorgängen. Sie sammeln sich im Ordner %TEMP% und können im Laufe der Zeit erheblich Speicherplatz belegen. Unter Einstellungen → System → Speicher lassen sie sich gezielt entfernen.
Thermisches Drosseln (Throttling)
Schutzreaktion von CPU oder GPU: Wenn die Temperatur zu hoch steigt, reduziert der Prozessor automatisch seinen Takt, um Schäden zu verhindern.
Thunderbird
Ein kostenloser, quelloffener E-Mail-Client von Mozilla. Unterstützt IMAP, POP3 und mehrere Postfächer gleichzeitig.
Thunderbolt / USB4
Hochleistungs-Schnittstellen über den USB-C-Stecker. Thunderbolt bietet bis zu 40 Gbit/s und unterstuetzt externe GPUs, Monitore und schnelle Speicher über ein einziges Kabel.
Token (KI)
Kleinste Texteinheit, mit der ein Sprachmodell rechnet – meist ein Wortteil, seltener ein ganzes Wort oder Satzzeichen. Ein LLM reiht beim Lesen und Schreiben nie ganze Wörter, sondern Token aneinander, was auch erklärt, warum manche Modelle bei einfachen Buchstabieraufgaben schwächeln.
Trainingsdaten
Die riesigen Textmengen (oder Bilder, Audiodaten usw.), mit denen ein KI-Modell trainiert wird, um darin Muster zu erkennen. Qualität und Zusammensetzung der Trainingsdaten bestimmen maßgeblich, was ein Modell kann und wo seine blinden Flecken liegen.
Transformer (KI)
Architektur für neuronale Netze, die 2017 vorgestellt wurde und die Grundlage fast aller heutigen LLMs bildet. Zentraler Trick ist der Attention-Mechanismus, mit dem das Modell abwägt, welche Wörter in einem Satz für die Bedeutung besonders wichtig sind.
Treiber (Driver)
Software, die Windows "übersetzt", wie es mit einem bestimmten Hardware-Bauteil kommunizieren soll. Ohne passenden Treiber funktioniert die Hardware nicht vollständig.
Treiberüberprüfung (Driver Verifier)
Ein in Windows eingebautes Diagnose-Tool, das installierte Treiber gezielt unter Stress setzt, um fehlerhaftes Verhalten einem bestimmten Treiber zuzuordnen, statt nur allgemein zu raten. Aufruf über verifier im Ausführen-Dialog oder in der Eingabeaufforderung.
Trojaner
Schadsoftware, die sich als nützliches oder harmloses Programm tarnt, im Hintergrund aber unerwünschte Aktionen ausführt.

U

UAC (Benutzerkontensteuerung)
Sicherheitsfunktion, die bei Systemänderungen eine Bestätigungsaufforderung zeigt. Verhindert, dass Software ohne dein Wissen Administratorrechte erlangt.
URL
Die vollständige Internetadresse einer Ressource, z. B. https://www.beispiel.de/seite, bestehend aus Protokoll, Domain und Pfad.
USB
Ein universeller Anschlussstandard für externe Geräte wie Sticks, Festplatten, Tastaturen oder Mäuse. Verschiedene Versionen unterscheiden sich stark in der Geschwindigkeit.
USB Power Delivery (USB PD)
Ein Protokoll, das über USB-C ausgehandelt wird und festlegt, wie viel Leistung zwischen Gerät, Kabel und Netzteil übertragen wird. Ermöglicht Ladeleistungen von wenigen Watt bis zu 240 Watt. Nur wenn alle drei Komponenten kompatibel sind, wird die volle Ladeleistung erreicht.
UTF-8
Eine weit verbreitete Zeichenkodierung, die auch Sonderzeichen und Umlaute korrekt darstellt. Wird zum Beispiel in Batch-Skripten mit dem Befehl chcp 65001 aktiviert, damit Umlaute und Symbole richtig angezeigt werden.

V

VPN (Virtual Private Network)
Baut eine verschlüsselte Verbindung durch ein anderes Netzwerk auf, sodass dein Datenverkehr für Dritte auf dem Weg nicht einsehbar ist.
Verschlüsselung
Verfahren, das Daten so umwandelt, dass nur mit dem passenden Schlüssel wieder lesbarer Klartext daraus wird.
VirtualBox
Eine kostenlose, quelloffene Software von Oracle zum Betreiben virtueller Maschinen. Läuft auf Windows, Linux und macOS und ist damit eine Alternative zum in Windows integrierten Hyper-V.
Virtuelle Maschine (VM)
Eine in Software simulierte Computer-Umgebung, die auf deinem echten System läuft. Nützlich zum Testen von Software oder anderen Betriebssystemen, ohne das Hauptsystem zu riskieren.
Virus
Schadsoftware, die sich an andere Programme oder Dateien anhängt und sich beim Ausführen selbst verbreitet.
Visual Basic .NET
Eine moderne, objektorientierte Version von BASIC auf Basis des .NET-Frameworks. Wird von Microsoft weiterentwickelt und in einigen Windows-Tools sowie älteren Firmenanwendungen noch eingesetzt.
Volumenlizenz
Ein Lizenzmodell für Unternehmen, Schulen und Behörden, bei dem Windows oder andere Microsoft-Produkte für viele Geräte gleichzeitig lizenziert und zentral verwaltet werden. Ermöglicht Massenaktivierung ohne individuelle Produktschlüssel. Für private Anwender nicht relevant.

W

WHEA (Windows Hardware Error Architecture)
Das System, über das Windows Hardwarefehler von CPU, Arbeitsspeicher und anderen Komponenten erkennt und meldet. Ein WHEA_UNCORRECTABLE_ERROR bedeutet, dass ein gemeldeter Fehler nicht automatisch korrigiert werden konnte – die Ursache liegt dann direkt in der Hardware, nicht in Software oder Treibern.
WLAN / WiFi
Die drahtlose Funktechnik, über die Geräte ohne Kabel mit dem Router oder Netzwerk verbunden werden.
WMI (Windows Management Instrumentation)
Liefert Windows-Systemdaten im Hintergrund, z. B. über Hardware, Treiber und Sicherheitseinstellungen.
WPA2 / WPA3
WLAN-Verschlüsselungsstandards. WPA2 ist weit verbreitet, WPA3 ist der neuere, sicherere Nachfolger. WEP und WPA (ohne Zahl) gelten als unsicher und sollten nicht mehr verwendet werden.
WSL (Windows Subsystem für Linux)
Ermöglicht das Ausführen von Linux-Programmen und -Kommandozeilen direkt unter Windows, ohne virtuelle Maschine. Besonders praktisch für Entwickler.
Wear-Leveling (Abnutzungsausgleich)
Sorgt dafür, dass Schreib- und Löschvorgänge gleichmäßig über alle Speicherzellen einer SSD verteilt werden, damit nicht einzelne Bereiche vorzeitig verschleißen, während andere kaum genutzt werden.
Webmail
E-Mails direkt im Browser lesen, ohne separates Programm. Kein Download nötig, aber auch keine Offline-Nutzung.
Wiederherstellungspunkt (System Restore Point)
Ein Schnappschuss der Systemeinstellungen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Bei Problemen kannst du Windows darauf zurücksetzen, persönliche Dateien bleiben unangetastet.
WinPE (Windows Preinstallation Environment)
Eine abgespeckte Windows-Umgebung, die vor der eigentlichen Installation gestartet wird. Sie erkennt Laufwerke und Treiber, startet den Setup-Prozess und ist nur bei Installationen vom USB-Stick oder einer DVD aktiv. Bei einem Upgrade direkt aus Windows heraus wird WinPE übersprungen.
WinSxS / Komponentenstore
Ein zentraler Ordner im Windows-Verzeichnis (C:\Windows\WinSxS), der alle Systemdateien in Referenzversionen speichert. Wird für Updates, Reparaturen und DISM-Befehle benötigt. Wächst mit der Zeit durch ältere Update-Versionen an und kann mit DISM /Online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup sicher bereinigt werden.
Windows Hello
Microsofts biometrisches Anmeldesystem für Windows, etwa per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Nutzt dafür TPM-gestützte, gerätegebundene Schlüssel statt eines klassischen Kennworts – die PIN ist die Textalternative dazu.
Windows Insider-Programm
Ein Programm, über das sich Nutzer freiwillig anmelden können, um Windows-Vorabversionen (Preview-Versionen) vor der offiziellen Veröffentlichung zu testen. Bringt neue Funktionen früher, aber auch ein höheres Risiko für Bugs.
Windows Sandbox
Eine isolierte, temporäre Windows-Umgebung zum Testen von Software, ohne das Hauptsystem zu gefährden. Alles wird beim Schließen automatisch gelöscht.
Windows Update
Der Mechanismus, über den Windows Sicherheitspatches, Fehlerbehebungen und neue Funktionen erhält. Sicherheitsupdates solltest du nie dauerhaft aufschieben.
Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE)
Eine separate Reparaturumgebung, die außerhalb von Windows startet und Werkzeuge zur Systemreparatur bereitstellt – zum Beispiel Systemwiederherstellung, Startreparatur oder Kommandozeile. Hilfreich, wenn Windows selbst nicht mehr bootet. Erreichbar über die erweiterten Startoptionen oder automatisch nach mehreren fehlgeschlagenen Starts.
Winget
Der offizielle Paketmanager von Windows, mit dem du Programme direkt aus der Kommandozeile installieren, aktualisieren und deinstallieren kannst – ähnlich wie apt unter Linux.
Write Amplification (Schreibverstärkung)
Beschreibt, wie viele Daten eine SSD intern tatsächlich schreiben muss, um eine bestimmte angeforderte Datenmenge zu speichern. Je voller die SSD, desto höher die Write Amplification – und desto spürbar langsamer fühlt sie sich an.
Wurm (Computerwurm)
Schadsoftware, die sich – anders als ein Virus – selbstständig über Netzwerke verbreitet, ohne dass eine infizierte Datei ausgeführt oder eine Nutzeraktion nötig ist. Nutzt dafür meist gezielt Sicherheitslücken im Betriebssystem aus.

X

XMP / EXPO
Herstellerdefinierte Profile für schnellere RAM-Einstellungen, die über den BIOS-Standard hinausgehen. XMP stammt von Intel, EXPO von AMD. Aktiviert man sie im BIOS, läuft der RAM mit höherem Takt und engeren Timings – was die Performance steigert, aber auch zu Instabilität führen kann, wenn das Profil nicht zum System passt.

Y

YAML
Ein textbasiertes Format zur Konfiguration und zum Datenaustausch, ähnlich wie JSON, aber für Menschen oft leichter lesbar. Häufig in Konfigurationsdateien von Entwickler-Tools zu finden.

Z

Zero-Day-Lücke
Eine Sicherheitslücke, die bereits ausgenutzt wird, bevor der Hersteller einen Patch dafür bereitstellen konnte.
Zero-Shot / Few-Shot
Beschreibt, wie viele Beispiele ein Modell für eine Aufgabe braucht: Bei Zero-Shot löst es eine Aufgabe ganz ohne Beispiel, nur anhand der Beschreibung. Bei Few-Shot bekommt es vorher ein paar Beispiele im Prompt gezeigt, um das gewünschte Muster besser zu treffen.
Zertifikat / CA
Digitale Zertifikate belegen die Echtheit einer Webseite oder Software. Eine Zertifizierungsstelle (CA) stellt diese aus und bürgt dafür – der Browser prüft das bei jeder HTTPS-Verbindung automatisch.
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
Ein zweiter Bestätigungsschritt zusätzlich zum Passwort, z. B. ein Code aus einer App. Schützt dein Konto auch dann, wenn dein Passwort gestohlen wurde.

Kein Begriff gefunden.

Du suchst nach einem konkreten Fehlercode statt nach einem Begriff? Dann schau in die Fehlercode-Datenbank – dort ist jeder Code mit Ursachen und Lösungsschritten erklärt. Befehle für Eingabeaufforderung und PowerShell findest du in der Befehlsübersicht.